Wie der Tag abläuft und warum das die Packliste bestimmt
Die Jeep Safari ab Side ist ein ganzer Tag: rund acht Stunden von der morgendlichen Abholung am Hoteleingang bis zur Rückkehr am späten Nachmittag. Gefahren wird im Konvoi in offenen 4x4-Jeeps mit acht bis zehn Gästen pro Fahrzeug und einem professionellen Fahrer am Steuer.
Der Asphalt endet an einer alten römischen Brücke. Danach geht es hinauf durch Orangen-, Zitronen- und Granatapfelhaine, vorbei an Baumwoll- und Sesamfeldern und antiken römischen Aquädukten bis zu einem Panoramapunkt über dem Grünen See, dann Badestopp im Dorf Oymapınar mit frisch gebackenen türkischen Pfannkuchen, Fotostopp am Oymapınar-Staudamm, Aussichtspunkt über dem Grünen Canyon und Mittagessen am See.
Daraus folgt dreierlei: fast den ganzen Tag unter freiem Himmel, staubige Pisten und eine echte Gelegenheit, ins Wasser zu gehen. Wer dafür packt, hat richtig gepackt. Und wer den Tag lieber erst komplett vor sich sieht, liest den ganzen Ratgeber vor dem Packen.
Kleidung: leicht, bequem und nichts Kostbares
Shorts oder eine leichte Hose und ein T-Shirt reichen völlig. Auf das Material kommt es an: Im Sommer gehören Wasserschlachten zwischen den Jeeps zum Programm, und was Sie tragen, kann am Ende des Tages klatschnass sein. Schnell trocknende Sportstoffe sind schwerer Baumwolle deutlich überlegen, die stundenlang feucht bleibt. Wer wissen möchte, wann die Wasserschlachten stattfinden, sieht das im Ablauf des Tages, bevor er sich für ein Outfit entscheidet.
Weißes Leinen und das schöne Urlaubsoutfit bleiben im Zimmer: Der Staub legt sich auf alles, lässt sich aber leichter auswaschen, als er auf Fotos aussieht. Ein leichtes langärmeliges Oberteil lohnt sich selbst im Hochsommer, denn im offenen Jeep zieht bei Fahrt ständig Wind.
Schuhe: der häufigste Fehler
Flip-Flops sind hier die schlechteste Wahl. Sie steigen viele Male in ein hohes Fahrzeug ein und wieder aus, laufen am Staudamm und an den Aussichtspunkten über Schotter und Fels, und der Badestopp ist eine Badestelle im Dorf am Wasser und kein gepflegter Hotelstrand. Turnschuhe oder Sandalen mit Fersenriemen und griffiger Sohle sind die vernünftige Antwort.
Wer schwimmen will, nimmt ein altes zweites Paar mit, das nass werden darf. So laufen Sie nicht mit nassen Füßen zurück zum Jeep. Wichtig ist vor allem, dass der Schuh am Fuß bleibt, wenn Sie auf unebenen Boden treten. Staub, Sonne und holprige Pisten gehören ehrlicherweise zu diesem Tag, deshalb sagen Gäste mit Rücken- oder Nackenproblemen dem Team bitte vor dem Einsteigen Bescheid und nicht danach.
Badesachen, Handtuch und trockene Wechselkleidung
Ziehen Sie die Badesachen schon im Hotel unter die Kleidung. Der Stopp in Oymapınar ist ein Bad mit einem türkischen Pfannkuchen und einem Getränk, kein Wellnessnachmittag. Wer bereits umgezogen ankommt, verbringt die Zeit im Wasser statt beim Umziehen.
Nehmen Sie ein eigenes Handtuch mit: ein dünnes Reisehandtuch ist kleiner und trocknet schneller als das aus dem Zimmer. Dazu ein kompletter trockener Satz Kleidung samt Unterwäsche, verpackt in einer Plastiktüte oder einem Drybag im Rucksack. So bleibt das Trockene trocken und das Nasse hat einen Platz. Zwischen Badestopp und Wasserschlacht entscheidet ein Ersatz-T-Shirt darüber, ob die Rückfahrt angenehm ist.
Sonne, Wind und Staub: die Kleinigkeiten
Ein offener Jeep bietet gar keinen Schatten, und Sie sitzen acht Stunden lang immer wieder darin. Genau diesen Teil der Liste lassen viele weg und ärgern sich am Nachmittag.
- Sonnencreme, vor der Abholung auftragen und nach dem Badestopp erneuern, denn dann ist sie abgewaschen und die Sonne steht am höchsten
- Sonnenbrille, ebenso sehr gegen Staub und Fahrtwind wie gegen die Blendung
- Eine Kopfbedeckung, die hält: ein Cap, das Sie umdrehen können, oder ein Hut mit Kinnband. Ein loser breiter Hut ist im fahrenden offenen Jeep in Sekunden weg
- Ein Tuch, Buff oder Halstuch, das Sie auf trockenen Abschnitten hinter dem Vordermann über Mund und Nase ziehen können
- Ein kleiner Rucksack statt einer Umhängetasche, damit beim Ein- und Aussteigen beide Hände frei sind
Handy und Kamera
Zwischen Badestopp, optionaler Bootsfahrt und Wasserschlacht ist ein Handy in der offenen Hosentasche ein Handy in Gefahr. Eine günstige wasserdichte Hülle mit Umhängeband ist wahrscheinlich die nützlichste Anschaffung vor dieser Tour: Das Gerät bleibt am Körper, Sie können durch die Folie fotografieren, und Sie denken nicht mehr darüber nach.
Der Aufwand lohnt sich, denn die Fotostopps sind stark: der Panoramablick über den Grünen See, der Oymapınar-Staudamm und der Aussichtspunkt über dem Grünen Canyon. Wer eine richtige Kamera dabeihat, packt sie zwischen den Stopps in eine dichte Tüte. Fotos und Videos des Tour-Teams sind ein separater, kostenpflichtiger Service und nicht im Preis enthalten.
Wie viel Bargeld Sie brauchen und wofür
Nehmen Sie Bargeld in Euro mit, und etwas mehr, als Sie ausgeben wollen. Es gibt keine Vorauszahlung und keine Kartenzahlung online. Die Tour selbst wird am Tag der Fahrt in Euro bezahlt, alles Optionale direkt vor Ort.
Optional ist das, was Sie selbst wählen. Die einstündige Bootsfahrt auf dem Grünen See kostet 5 Euro pro Person und bringt den Tag für Erwachsene von 20 auf 25 Euro. Der Eintritt am Manavgat-Wasserfall und die Tickets für den kleinen Zoo während der Dorfpause werden vor Ort bezahlt, sofern sie an dem Tag im Programm stehen; Getränke kommen dazu, das Mittagessen nicht, denn es ist inklusive. Die Preisseite stellt Erwachsenen- und Kinderpreis neben diese Extras und zeigt so am schnellsten, wie viel Bargeld Sie mitnehmen sollten.
- Tourpreis am Tag: 20 EUR pro Erwachsenem (ab 13 Jahren), 10 EUR pro Kind von 4 bis 12 Jahren, Kleinkinder von 0 bis 3 Jahren frei
- Optionale einstündige Bootsfahrt auf dem Grünen See: 5 EUR pro Person, vor Ort zu zahlen
- Eintritt am Manavgat-Wasserfall, falls der Wasserfall an Ihrem Tag im Programm steht, zahlbar am Eingang
- Tickets für den kleinen Tierpark während der Dorfpause, wenn Sie hineingehen möchten
- Getränke über den Tag und zum Essen. Das Mittagessen am See ist im Preis enthalten, die Getränke nicht
- Fotos und Videos des Tour-Teams, wenn Sie sie haben möchten
Der Besuch der Dorfmoschee
Der Guide geht mit der Gruppe in eine traditionelle Dorfmoschee. Wer mit hinein möchte, trägt am besten etwas, das Schultern und Knie bedeckt. Die Schuhe werden an der Tür ausgezogen, wie in jeder Moschee in der Türkei. Das ist ein zweites Argument für Schuhe, die man ohne Hinsetzen an- und ausziehen kann.
Ein leichtes Tuch macht sich doppelt bezahlt: morgens Staubschutz im Jeep, später Kopftuch in der Moschee. Das Dorf ist ein echtes Dorf, und die Gruppe ist dort zu Gast.
Sommer, Winter und was im Zimmer bleibt
Sommer und Winter sind zwei verschiedene Packlisten. Im Sommer sind die Jeeps oben offen und der Konvoi macht Wasserschlachten. Gehen Sie davon aus, dass Sie nass werden, ob Sie schwimmen oder nicht. Im Winter fährt die Tour mit geschlossenen Jeeps und ganz ohne Wasserspiele. Dann wird aus den Badesachen ein Nice-to-have und aus der warmen Schicht für die Morgenfahrt die Priorität.
Der Rest ist Weglassen. Essen müssen Sie nicht mitnehmen, das Mittagessen am See ist inklusive, und den Reisepass brauchen Sie im Taurusvorland nicht. Alles, dessen Verlust Sie ärgern würde, liegt im Hotelsafe besser als im offenen Fahrzeug auf einer Schotterpiste. Packen Sie den Rucksack am Vorabend. Und wer sich erst noch einen Platz auf der Jeep Safari sichern muss, erledigt das zuerst und packt danach.
- Schmuck, Uhren und alles Wertvolle, das nicht nass werden oder herunterfallen darf
- Reisepass und Dokumente, die Sie an diesem Tag nicht brauchen
- Helle oder empfindliche Kleidung und die Schuhe, die sauber bleiben sollen
- Das eigene Lunchpaket, denn das Mittagessen ist bereits im Preis